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===DRAMA NEWS===

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A new play is nearly done...and one assumes will premiere in 2006

Peter Handke hat ein neues Stueck vollendet: Der Autor im Exklusiv-Interview

In NEWS spricht er ueber seinen Konservativismus, seine Haltung zum Papst und seine Praeferenz fuer Angela Merkel

Peter Handkes neues Stueck ist fertig und harrt der ueberarbeitung. Das laesst der nahe Paris lebende OEsterreichische Autor in einem Exklusiv-Interview fuer aktuelle NEWS-Ausgabe wissen. Handke: =Ein kleines Stueck so wie ein Film, mit einer Endlosdramaturgie des Kommens und Gehens. Es heisst ,Spuren der Verirrten’ - kleine Szenen auf der Strasse, ganz fragmentarisch, ein kleiner Dialog oder ein Schrei. Immer zwei oder drei Menschen, denen entweder soeben etwas Furchbares passiert ist oder passieren wird.= Zeit und Ort der Urauffuehrung stehen noch nicht fest.

http://www.networld.at/index.html?/articles/0539/10/122470.shtml


 

 

 

 

 

 

 

THE FIRST HALF DOZEN REVIEWS OF UNTERTAGBLUES PREMIERE @ THE BERLINER ENSEMBLE ON SEPTEMBER 30 / O4 CAN BE FOUND AT THE BOTTOM OF THE PAGE DEVOTED TO THIS MONOLOGUE PLAY AND TO LA CUISINE... ALSO THE FIRST HALF DOZEN PHOTOS.....

Peter Handke\'s Desinterresse am Muehlheimer Theater Preis. Dazu kann ich nur sagen, dass wenn mir mit Stuecken wie UEBER DIE DOERFER, DIE KUNST DES FRAGENS, DIE STUNDE ALS WIER NICHTS VON EINANDER WUSSTEN & ZURUESTUNGEN FUER DIE UNSTERBLICHKEIT, und DIE KUECHE dieser Preis nicht zugeschrieben wurde, ich doch meinen allerschwaechsten Aderlass nicht, moeglicherweise, den Preiss gewinnen lassen moechte.Handke feige? Jemand der seine ganze Karriere auf die vieleicht wahnwitzige Verteidigung der Serbischen Woelfe auf's Spiel gesetz hat? Klassiker schon, und zwar als lebend aktive Sprache, nicht als Ueberlass fuer nekrophiles Expertentum der Germanistik. Wo schon findet man wahren Anmut als bei Handke, z.b. DIE KUNST DES FRAGENS?

Muelheimer Dramatiker-Wettbewerb ohne Handke

Peter Handkes neues Stueck laeuft ausser Konkurrenz

Bereits fuenf Mal hat er am Wettbewerb teilgenommen und nie hat er was gewonnen, jetzt reicht es Peter Handke: Er will gar nicht mehr teilnehmen, sein neues Stueck =Untertagblues= laeuft ausser Konkurrenz, was die Veranstalter ziemlich wurmt.

Der wilde Mann ist keiner mehr. Der oesterreichische Autor Peter Handke wird nicht an den 30. =Stuecken= in Muelheim teilnehmen und stellt sich damit auch nicht dem Wettstreit um den Dramatikerpreis.

Die Entscheidung traefe er aus persoenlichen Gruenden, teilte Handke den Veranstaltern und seinem Verlag mit. Sein Stueck =Untertagblues= wird dennoch als Eroeffnungsstueck gezeigt. =Fuer uns ist die Jury der Massstab aller Dinge=, sagt Festivalchef Udo Balzer-Reher der taz. Er habe gestern viel mit dem Suhrkamp-Verlag telefoniert, die haetten, wie das Wiener Burgtheater, nichts gegen eine Auffuehrung. Er respektiere die Haltung Handkes, der seit 1983 bereits viermal am Dramatiker-Wettstreit teilgenommen hat - und immer unterlag.

=Das ist ein Vorgang, in dem sich Arroganz und Feigheit mischen=, kritisierte Dietmar N. Schmidt, Sprecher der Auswahljury, den Rueckzug. Offenbar fuehle sich Handke =wie ein Klassiker und er hat Angst, er koenne noch einmal verlieren=. Die =Stuecke= seien geschwaecht worden, wie auch 2002, als der Theaterautor Botho Strauss den Muelheimern absagte, mit der Begruendung, es handle sich bei dem Wettbewerb =um nichts weiter als eine Foerderung junger Autoren=.

Ganz anders hat dies Nobelpreistraegerin Elfriede Jelinek gesehen. Auch sie brauchte acht Anlaeufe um den Dramatikerpreis zu gewinnen. Dafuer trug sie sich 2002 und 2004 gleich zweimal kurz hintereinander in die Siegerliste ein. PETER ORTMANN

taz Ruhr Nr. 7618 vom 18.3.2005, Seite 1, 49 Zeilen (TAZ-Bericht), PETER ORTMANN

Peter Handke kneift in Muelheim

Muelheim taz Der wilde Mann ist keiner mehr. Der oesterreichische Autor Peter Handke wird nicht an den 30. =Stuecken= in Muelheim teilnehmen und stellt sich damit auch nicht dem Wettstreit um den Dramatikerpreis.

Die Entscheidung traefe er aus persoenlichen Gruenden, teilte Handke den Veranstaltern und seinem Verlag mit. Sein Stueck =Untertagblues= wird dennoch als Eroeffnungsstueck gezeigt. =Fuer uns ist die Jury der Massstab aller Dinge=, sagt Festivalchef Udo Balzer-Reher der taz. Er habe gestern viel mit dem Suhrkamp-Verlag telefoniert, die haetten, wie das Wiener Burgtheater, nichts gegen eine Auffuehrung. Er respektiere die Haltung Handkes, der seit 1983 bereits viermal am Dramatiker-Wettstreit teilgenommen hat - und immer unterlag.

=Das ist ein Vorgang, in dem sich Arroganz und Feigheit mischen=, kritisierte Dietmar N. Schmidt, Sprecher der Auswahljury, den Rueckzug. Offenbar fuehle sich Handke =wie ein Klassiker und er hat Angst, er koenne noch einmal verlieren=. Die =Stuecke= seien geschwaecht worden, wie auch 2002, als der Theaterautor Botho Strauss den Muelheimern absagte, mit der Begruendung, es handle sich bei dem Wettbewerb =um nichts weiter als eine Foerderung junger Autoren=.

Ganz anders hat dies Nobelpreistraegerin Elfriede Jelinek gesehen. Auch sie brauchte acht Anlaeufe um den Dramatikerpreis zu gewinnen. Dafuer trug sie sich 2002 und 2004 gleich zweimal kurz hintereinander in die Siegerliste ein. PETER ORTMANN

taz Ruhr Nr. 7618 vom 18.3.2005, Seite 1, 49 Zeilen (TAZ-Bericht), PETER ORTMANN

Von Liebe und von Feigheit

Originale

Die Regisseurin Andrea Breth sowie der Dramatiker Peter Handke weigern sich strikt, mit ihren Werken wie gewuenscht in Deutschland aufzutreten.

Wien will nicht: Die Breth wurde von der Jury des Berliner Theatertreffens eingeladen mit ihrer Inszenierung von Schillers =Don Carlos=; den Handke will die Jury des Muelheimer Dramatiker-Wettbewerbs mit seinem Stueck =Untertagblues= ins Rennen schicken um den =Stuecke=-Preis des Jahres. Beides sind Produktionen des Wiener Burgtheaters. Und so sehr man in Berlin und in Muelheim auch bittet und bettelt, die hohe Frau und der hohe Herr bleiben eisern. Aus fein unterschiedlichen Gruenden.

Bei Andrea Breth ist es zunaechst die Drehbuehne. Die in Wien lasse sich millimetergenau drehen und obendrein als Ganzes heben und senken. Das koenne die des Berliner Festspielhauses, dem Ort des Theatertreffens, nicht. Und also gehe die eine Szene nicht, in der bei gleichzeitigem Spiel 40 Bueroschraenke aus der Tiefe gehievt werden. Und also bleibt Carlos in der Burg, basta. Die Burg-Regisseurin Breth gibt die fundamentalistische Perfektionistin. Aber nebenher noch die stur Nachtragende, die es nicht verwinden kann, von Berlin - als scheidende Chefin der von ihr geliebten Schaubuehne - nicht eben in Liebe verabschiedet worden zu sein. Und wo keine Liebe mehr, da ist auch kein Weg. Und Rache ist Blutwurst. Ihre Berlinblockade ist mithin ein bisschen billig, andererseits aber auch verstaendlich - wer kennt sie nicht, diese zaehen Herzschmerzen.

Schade nur um Schiller. Und um die vertane Chance, eine grosse Kuenstlerin in Berlin zu feiern. Auch ohne 40 eilfertig aus dem Buehnenboden gehievte Bueroschraenke.

Der Burg-Dramatiker hingegen kehrt den schlechten Verlierer heraus. Immerhin ist er jetzt bereits zum fuenften Mal nach Muelheim geladen - was ja auch eine Ehre ist -, doch noch nie hat er den huebschen Preis gewonnen. Im Gegensatz beispielsweise zu seiner Landsfrau Elfriede Jelinek.

Der Gram scheint tief zu sitzen. Deshalb seine Verfuegung, zwar gnaedig anzutreten, aber nicht im Wettbewerb. Sondern in einem exquisiten Extra-Schaulauf ausser Konkurrenz. Da darf man durchaus verdienten Beifall kassieren - und so gefahrlos wie genuesslich ueber den Kollegen schweben. Im Mai in Muelheim treten immerhin Koryphaeen ins Rennen wie Lukas Baerfuss, Anja Hilling, Elfriede Jelinek, Dea Loher, Roland Schimmelpfennig und Theresia Walser.

Der Dichter Peter Handke blockiert nicht direkt, aber er beschaedigt unverschaemt. Liebe ist dabei nicht im Spiel. Aber sehr viel Hochmut und Feigheit vor dem Feind. Reinhard Wengierek

Artikel erschienen am Sa, 19. Maerz 2005

Roger Downey's piece from the Seattle Weekly on Handke's HOUR has been added to the page on this site devoted to that great play.

Untertagblues, is now scheduled to premiere, at the Berliner Ensemble, on September 30th, 2004, and I will place all obtainable reviews on the pertinent page.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ex-Burgdirektor Claus Peymann wird die urspruenglich fuer das Wiener Akademietheater geplante und im Herbst nach Berlin verlegte Urauffuehrung von Peter Handkes U-Bahn-Monolog "Untertagblues" selbst inszenieren. Dies gab das Berliner Ensemble gestern in einer Aussendung bekannt.

Die Premiere ist fuer Mitte Juni oder September 2004 geplant, als "Wilder Mann" wird Michael Maertens zu sehen sein. "Untertagblues" war urspruenglich mit Gert Voss in der Hauptrolle als Festwochen-Auftragsstueck im Akademietheater geplant. Festwochen-Intendant Luc Bondy haette selbst inszeniert.

Bondy: Nicht bei Festwochen

Im September gab Bondy bekannt, er wolle das Stueck zum jetzigen Zeitpunkt aus privaten Gruenden nicht in Szene setzen. Eine spaetere Inszenierung des "Superstuecks" ("eines der besten Stuecke von Handke seit langem") koenne er sich durchaus vorstellen, aber: "Innerhalb der Festwochen kommt das Stueck nicht mehr."

Mit dem Burgtheater realisieren die Festwochen als Ausgleich eine urspruenglich nicht vorgesehene Koproduktion, den zweiten Teil einer an den Autor faelligen Zahlung uebernimmt das Berliner Ensemble.

 

t

   

KURIER, am 2. Mai 2002





Peter Handke schrieb ein neues Stueck, das zu den Wr. Festwochen 2003

uraufgefuehrt werden soll. Schon heuer gastiert dort sein

Meisterwerkchen =La Cuisine=.



Die Geschichte, eine der praesentableren des heutigen Theaterwesens,

geht seit geraumer Zeit durch Wien: Es gibt ein neues Stueck von Peter

Handke, und es soll waehrend der Wiener Festwochen 2003 uraufgefuehrt

werden. Jetzt bestaetigt Handke, 59, wohnhaft bei Paris und doch eine

der spaerlichen Adressen von Weltruf, im NEWS-Gespraech: Ja, die Sache

habe schon ihre Richtigkeit, doch seien die Details der Urauffuehrung

ungeklaert.

Handke ueber das neue Stueck. Handke zum Werk: =Eine U-Bahn-Geschichte,

achtzig bis neunzig Minuten lang wie ein Film, eher etwas Lustiges

und die Fortsetzung von allem: von
In der Tat greift Handke stilistisch auf fruehere Meisterwerke zurueck.

Wie in =Kaspar= dominiert eine Gestalt: ein U-Bahn-Passagier, der im

Verlauf einer Fahrt viele Stationen an geografisch unterschiedlichen

Standorten passiert und ueberall seine Wutmonologe aus dem Geist der

=Publikumsbeschimpfungen= ablaesst. Und in der Wortlosen Parabel =Die

Stund da wir nichts voneinander wussten= ist der manische

Dauerschreier von vielen stummen Personen umgeben.



Bondy oder Peymann? Ungeklaert sind laut Handke Ort und Regisseur der

Urauffuehrung, ueber die sich Giganten-Hader zwischen Wien und Berlin

anzubahnen scheint: =Ich bin in einem Dilemma. Bondy koennte es sein,

oder Peymann. Ich kann das nicht entscheiden, denn ich bin mit beiden

seit Jahrhunderten befreundet und habe daher nicht die Kraft, ein

Machtwort zu sprechen. Ich bin ohnehin erstaunt, dass es jemand machen

will.=







 

From :
The Utopian Theatre Asylum

To :


Subject :
Chicago Tribune Review of The Hour We Knew Nothing Of Each Other

Date :
Tue, 04 Jun 2002 11:25:12 -0500

Theater review, 'The Hour We Knew Nothing of Each Other'
presented by T.U.T.A. at the National Pastime Theatre

By Michael Phillips

A town square offers infinite dramatic possibilities. To
exiles, particularly such as the much-traveled Austrian
playwright Peter Handke, or the late Romanian-born Paris
fixture Eugene Ionesco it can set off memories of the place
left behind. It can also be a place of strange, volatile
unfamiliarity.

At the National Pastime Theater, there's a small, beautifully
directed Midwest premiere of Handke's wordless 1992 play,
"The Hour We Knew Nothing of Each Other," in which hundreds
of characters intermingle in a square. Meanwhile, Ionesco's
1959 parable "Rhinoceros," which starts out in a square
threatened by a thundering rhino before taking its concerns
behind closed doors, is getting a revival from The
Hypocrites.

"Hour" marks the Chicago debut presentation of T.U.T.A. (The
Utopian Theatre Asylum), formerly of Washington, D.C. A
decade ago, director Zeljko Djukic and his wife, actress and
designer Natasha Djukic, emigrated from the former
Yugoslavia. The eight-person "Hour" ensemble is uneven, but
director Djukic's goings-on offer a taste of genuine comic
poetry.

The text itself is, in effect, one long stage direction.
Here's an excerpt: "The piercing sounds of jackdaws in high
mountains. Afterwards a seagull. Someone with a blind man's
glasses feels his way in without a cane. . . ."

T.U.T.A.'s production is lighter, more antic than Handke's
original. It uses the text as an advisory. Gone are Handke's
literary references, the figures from "Peer Gynt," "The Magic
Flute" and the Bible wandering through the square.

This production, however, honors Handke's mixture of human
darkness and lightness, images of wartime (soldiers, dead
bodies) co-mingling with kindness and beauty. The cast
standouts keep the scene shifts nice and sharp. I especially
liked Allegra Hollenbeck, who has the spark and the technical
chops for all manner of comedy.

"Hour" is a world away from the blunt, rhino-like intentions
of "Rhinoceros." As the citizens of an unnamed town turn into
rhinos, one by one, the parallels to rising Nazism in World
War II-era France become increasingly clear. It's a sturdy
fable.

Yet you rarely hear of a truly successful Ionesco revival in
this country. Most tend to resemble director Sean Graney's
lively but exhausting attack. Rightly, Graney believes in
speed and escalating craziness, but he lets his actors get
away with shrieking. Absurdism isn't just another word for
"loud." It's not a bad show, just a hammering one.

Even so, Graney is someone with ideas to spare. And Djukic,
who has directed in Chicago before but not under the T.U.T.A.
banner, may well be a major director in our midst.

For more information, go to:
http://www.metromix.com/top/1,1419,M-Metromix-Home-email!ArticleDetail-16904
,00.html

Copyright 2002 Tribune Interactive